Alle Beiträge von Johanna Müller-Scheffsky

„Man hat ja gar nichts mehr, auf das man sich freuen kann!“

Der Wirbel um Corona begann vor einem Jahr – ab dann war die Welt, wie wir sie kannten, auf einmal nicht mehr dieselbe. So eine Situation hätten wir uns alle nie vorstellen können.
Wie gehen wir mit der Verunsicherung und dem Gefühl um, nur noch Fragmente unserer altbekannten Welt vorzufinden? Dafür haben wir keine Verhaltensmuster (mehr), in Deutschland ist der letzte Krieg seit über 75 Jahren vorbei.

„Man hat ja gar nichts mehr, auf das man sich freuen kann“, sagte neulich eine Freundin zu mir.

Es wäre so wunderschön, wenn wir mit Freunden wie früher ausgehen könnten und uns austauschen, Kummer und Freude teilen, unbeschwert LEBEN könnten.

Wir merken jetzt, dass wir durch diese ganz normalen Daseinserlebnisse mit ihren vielen Facetten auch unsere mentale Gesundheit aufrechterhalten haben. Und inzwischen ist alles irgendwie nur noch ein fahler Abklatsch unserer ursprünglichen Möglichkeiten. Mal ehrlich – wir sind doch alle dünnhäutiger und genervter geworden, oder?

Die Neben- und Nachwirkungen der Krise sind auf keiner Ebene bisher absehbar. Aber es gibt die Möglichkeit, jetzt etwas dagegenzusetzen: Wir können unsere seelische Notlage abmildern, Auswege und evtl. Umwege finden. Hierfür biete ich gern meine Unterstützung an!

Eine unverbindliche telefonische oder schriftliche Anfrage per E-Mail genügt für eine telefonische Beratung oder einen zeitnahen Termin zur Einzelarbeit, bis die Aufstellungen wieder anlaufen können.

Es grüßt Sie/euch herzlich

Johanna Müller-Scheffsky
Heilpraktikerin (Psychotherapie)

Von der Winterdepression zum Frühjahrsblues?

Wenn der Lockdown unsere Seele belastet

Während der Corona-Maßnahmen geht es langsam mehr um unsere mentale Gesundheit. Um Angst, Panikattacken, Depressionen und auch um evtl. daraus entstehende häusliche Gewalt – und darum, wie der Lockdown diese psychischen Zustände und Folgen verstärken kann.

„Dünnhäutig und gereizt“, so beschreiben viele ihre aktuelle Verfassung. Schlafmangel, Herzprobleme und Ausraster können am Ende die Folge sein.Die Lebenszufriedenheit im Lockdown ist deutlich zurückgegangen.
Also einfach Zähne zusammenbeißen und durch? Keine so gute Idee! Nach Jan Kalbitzer, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hat sich gezeigt, dass Menschen, die auf eine Durchhaltetaktik setzten, mehr Probleme im Umgang mit der Krise haben. Das Zermürbende an dieser Situation läßt sie weniger aushalten, als erhofft.

Wenn z. B. Kündigung oder Trennung euere Themen sind, dann ist es sinnvoll, sich jemanden zum Reden zu suchen, der mit Problemlösungsstrategien vertraut ist, um diese Situationen aufzuarbeiten. Das kann man allein oder auch als Paar tun. Für Klärungen untereinander bzw. wenn die Beziehung auf dem Spiel steht.
Im Coaching und/oder im therapeutischen Prozess (auch online) kann gelernt werden, wieder auf die eigenen Ressourcen zurückzugreifen, kann Mut gefasst werden, können neue Perspektiven für eine hellere Zukunft entstehen.

Wenn es Ihnen/euch in dieser erzwungenen häuslichen Situation nicht gut geht und Sie/ihr Redebedarf haben/habt, freue ich mich auf Ihren/euren Anruf.

Herzliche Grüße
Ihre/eure Johanna Müller-Scheffsky

Corona und kein Ende?

Liebe Freunde der Aufstellungsarbeit!

Corona begleitet uns jetzt seit einem Jahr, und wir sehnen uns danach, damit endlich „durch“ zu sein. Gleichzeitig befinden wir uns in einem Zustand latenter Angst. Auch wenn wir sie nicht immer wahrnehmen, spüren wir die Unsicherheit, wenn wir an die Zukunft denken.

Was wird aus unserer Arbeit? Können wir das Haus halten? Ist die Mietzahlung gefährdet?

Das sind tiefgehende, existenzielle Fragen, und unsere älteren, berechtigten Anliegen verschwinden dahinter beinahe.

Unser Leben war vor Corona von Mustern und gewohnten Ritualen bestimmt, mal geliebt, mal ungeliebt. Gerade die sind von Corona betroffen. Begrüßungsrituale z.B. mussten sich stark wandeln oder wegfallen – und Ellenbogen an Ellenbogen ist kein Ersatz für eine Umarmung.

Unser Leben wird von nichts so bestimmt wie von unseren Mustern, unserem Alltag, unseren Automatismen und Gewohnheiten. Sie geben uns Sicherheit und Geborgenheit. Was wir kannten, ist seit einem Jahr Vergangenheit. Wir müssen mit neuen Umständen und sich permanent verändernden Lebenssituationen zurechtkommen. Dagegen hilft beispielsweise, sich sachkundig zu machen, was eigentlich passiert. Der Kopf ist beschäftigt und erträgt (nicht nur) die Einsamkeit besser.

Leider können wir im Moment nicht in der vertrauten Form aufstellen. Das Arbeiten in der Gruppe fehlt mir ebenso wie der unkomplizierte, liebevolle Umgang miteinander in den Pausen, und ich hoffe (wie alle), dass sich das bald wieder ändert. Was aber nach wie vor geht, ist systemische Einzelarbeit, um beispielsweise aus einem realen „Familien- Loch“ herauszukommen oder Klarheit über den Stand der Dinge in der Firma zu erhalten. Auch Depressionen wegen der ängstigenden Corona-Situation lassen sich über Einzelarbeit eindämmen.

Ebenso ist es möglich, Belastungen, die sich bei vielen von uns aufgestaut haben, in einer Einzelarbeit abzubauen, sich wieder daran zu erinnern, wie zielgerichtet wir waren, und uns durch Veränderung (der Haltung, des Blickwinkels) die fehlenden Kompetenzen wieder verfügbarer zu machen.

Wer das Bedürfnis hat, Lösungen für sich zu finden, kann sein Thema mit mir in Einzelarbeit aufstellen. Ich informiere Sie/euch gern detailliert über die Möglichkeiten, die es dazu gibt, und freue mich, von Ihnen/euch zu hören.

Mit herzlichen Grüßen
Ihre/eure Johanna Müller-Scheffsky